Kurios: Was man nicht alles für kostenloses WLAN macht

Posted by on 24. Juli 2017 in Nachrichten der Woche | Keine Kommentare

AGBs liest keiner. Das denkt mittlerweile jeder der von der Technik nicht vollständig abgehängt wurde. Dass dem auch wirklich so ist beweisen immer wieder Hotspot-Anbieter, die zum Scherz oder auch zum Aufrütteln die seltsamsten Dinge in ihre AGBs schreiben. Schon 2015 hatte die IT-Sicherheitsfirma F-Secure mitten in London einen kostenlosen Hotspot aufgestellt. In den AGB dazu stand jedoch, im Gegenzug für das freie Internet sei das erstgeborene Kind oder sein liebstes Haustier an F-Secure zu übergeben. Immerhin 6 Benutzer akzeptierten diese bevor die Seite gesperrt wurde. Um genau das zu ändern, die AGBs verständlicher zu machen und Nutzer dazu zu bringen diese zu lesen, schreibt die neue Datenschutzgrundverordnung einige Änderungen vor. Der britische Hotspot-Anbieter Purple setzte diese Vorschriften um und kürzte seine AGBs unter anderem von 1600 Wörtern auf 260 Wörter. Durchgelesen hat sich diese wie zu erwarten trotzdem keiner. Über 22.000 Nutzer stimmten in die AGBs ein und verpflichteten sich damit zu 1000 Sozialstunden in Form von „Öffentliche Parks von Tierexkrementen säubern“, „Straßenhunde und Katzen umarmen“, „Festivaltoiletten putzen“ oder auch „Schneckenhäuser bemalen um die Existenz der Schnecken zu erhellen“. Lediglich eine Person meldete die AGBs und gewann damit einen von der Firma ausgestellten Preis. Zugegeben die Erkenntnis ist nicht neu und nicht überraschend. Sie zeigt jedoch, dass die neuen Vorschriften keinesfalls ausreichen um die Leute dazu zu bringen AGBs zu lesen und weiterhin auch politischer Handlungsbedarf besteht. https://purple.ai/purple-community-service/...

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FBI warnt vor Smart-Toys

Posted by on 24. Juli 2017 in Nachrichten der Woche | Keine Kommentare

Nach dem die BNetzA die Puppe „My friend Cayla“ aus deutschen Kinderzimmern verbannt hat (wir berichteten mehrfach), sehen nun auch die amerikanischen Behörden die Gefahren sog. Smart-Toys. Das FBI gab vor wenigen Tagen eine entsprechende Warnung heraus und rät zu besonderer Vorsicht. Es wird dargelegt, dass die Hersteller- und Supportunternehmen zum Teil hochsensible persönliche Daten über das Kind sammeln. Es könnten von manchen Geräten Gesprächsmitschnitte angefertigt und abgehört werden. Dies erleichtere Identitätsdiebstahl und auch Kindesmissbrauch. Weiterhin rät das FBI sich vor der Nutzung über Funktionen des Spielzeugs und eventueller Speicherung von Daten genauestens zu informieren. Quelle: https://heise.de/newsticker/meldung/FBI-warnt-vor-vernetztem-Spielzeug-3777829.html Warnung des FBI:...

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Biometrische Grenzkontrollen in der EU

Posted by on 19. Juli 2017 in Nachrichten der Woche | Keine Kommentare

Der Innenausschuss des EU-Parlaments befürwortete einen Verordnungsentwurf, der die Grundlage für eine biometrische Grenzkontrolle darstellt. Angehörige von Drittstaaten müssen sich demnach bald mit vier Fingerabdrücken und dem Gesicht Identifizieren, wenn sie in die EU einreisen wollen. Die Speicherfrist werde zunächst 2 Jahre betragen, je nach dem wie lange sich der Bürger in der EU aufhält, bis zu 4 Jahre. Das neue System soll intelligent erkennen können wie lange sich der Bürger in der EU aufhält und ob er seine Aufenthaltsgenehmigung überschreitet. Das alte Stempelsystem soll vollständig abgelöst werden. Nicht nur die Grenzkontrolle solle damit verbessert werde, auch Strafverfolgungsbehörden der Mitgliedsstaaten und Europol werden Zugriff haben. Datenschützer kritisieren den Entwurf, so auch Jan Philipp Albrecht einer der Initiatoren der neuen Datenschutzgrundverordnung. Das „Smart-Borders“-System kriminalisiere unschuldige Bürger, sei unverhältnismäßig, wirkungslos und mit Kosten von einer Milliarde Euro auch viel zu teuer. https://www.heise.de/newsticker/meldung/Smart-Borders-Gruenes-Licht-fuer-biometrische-Grenzkontrollen-im-EU-Parlament-3770932.html https://www.heise.de/newsticker/meldung/Smart-Borders-EU-Kommission-beschliesst-elektronische-Grenzueberwachung-1813531.html...

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Neue Sicherheitsgesetze in der EU

Posted by on 19. Juli 2017 in Nachrichten der Woche | Keine Kommentare

Nach den umfangreichen Überwachungsgesetzen in Großbritannien und dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz in Deutschland, ziehen nun auch Österreich und die Niederlande nach. Beide letztgenannten Länder haben in den vergangenen Tagen Sicherheitspakete geschnürt. So hat der österreichische Justizminister Brandstetter einen Entwurf zur Änderung der Strafprozessordnung auf den Weg gebracht, der Ermittlungsbehörden eine erweiterte gesetzliche Grundlage für Quellen-Telekommunikationsüberwachung und heimliche Online-Durchsuchungen geben soll. Ein weiterer Entwurf bringt die 2014 vom Verfassungsgerichtshof gekippte Vorratsdatenspeicherung zurück. Dabei soll laut Brandstetter „[…] im Einzelfall erlaubt werden, Kommunikationsdienstleistern die Speicherung von Verkehrs- und Standortdaten über einen bestimmten Zeitraum aufzutragen.“ Zur Umsetzung des Modells sind Reformen des Sicherheitspolizeigesetzes, des Bundesstraßen-Mautgesetzes, der Straßenverkehrsordnung und des Telekommunikationsgesetze angestrebt. In den Niederlanden ist man bereits einen Schritt weiter. Das „Abhörgesetz“ hat dort mit großer Mehrheit das Parlament passiert. Inhaltlich erlaubt es den Ermittlungs- und Sicherheitsbehörden die nahezu vollständige Überwachung kabelgebundener Informationsdienste. Das Gesetz soll der Terrorbekämpfung und Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit dienen. Dazu dürfen Kommunikation zwischen Personen aufgezeichnet und drei Jahre lang gespeichert werden. Einige Juristen, Datenschützer und Journalisten äußerten starke Bedenken – sie fürchten die Aushöhlung von Persönlichkeitsrechten und sehen einen unverhältnismäßigen Eingriff in den Datenschutz. Es wurde bereits die Absicht geäußert gerichtlich dagegen vorzugehen. Quellen: https://heise.de/newsticker/meldung/Oesterreich-Staatstrojaner-und-Vorratsdaten-fuer-die-Polizei-3769384.html https://m.heise.de/newsticker/meldung/Niederlande-verabschieden-umstrittenes-Abhoergesetz-3770403.html StPO-Reform Österreich: https://parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/ME/ME_00325/index.shtml Vorratsdatenspeicherung Österreich: https://parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/ME/ME_00326/index.shtml Bericht der NL-Regierung: https://www.rijksoverheid.nl/actueel/nieuws/2017/07/11/eerste-kamer-stemt-in-met-nieuwe-wet-op-de-inlichtingen–en-veiligheidsdiensten Niederländischer Gesetzestext:...

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Mit Algorithmen gegen Kriminalität – Positive Rückmeldungen und scharfe Kritik

Posted by on 19. Juli 2017 in Nachrichten der Woche | Keine Kommentare

Was klingt wie eine Zukunftsvision aus dem Film „Minority Report“ ist in den letzten Jahren mehr und mehr zur Wirklichkeit geworden: Kriminalitätsbekämpfung mit Hilfe von Algorithmen, die Straftaten bereits vor ihrer Begehung vorhersagen können. Durch die Analyse von Faktoren wie statistischen, mathematischen, sowie kriminologischen und geografischen Daten können Hypothesen für neue Ziele erstellt werden. Dies kann nicht nur für Wohnungseinbruchsdiebstähle, sondern auch für Schießereien, Autodiebstähle oder Raubüberfälle genutzt werden. Mittlerweile sind die entwickelten Programme so weit fortgeschritten, dass sie in der Praxis angekommen sind und in ersten Pilotprojekten in Deutschland erprobt werden (in den USA werden solche Algorithmen schon seit längerem in breitem Umfang genutzt). So berichtete das bayerische Innenministerium bereits im Sommer 2015, dass in Gebieten, die mit einer entsprechenden Software überwacht worden sind, die Anzahl der Einbrüche um über 40% gesunken ist. Nun überlegen immer mehr Bundesländer eine ähnliche Software zu Zwecken der Prävention und Strafverfolgung zu benutzen. Hiergegen wurde in der letzten Zeit jedoch die Kritik immer lauter. So äußerte der Justizminister Heiko Maas in der vergangenen Woche auf der Konferenz „Digitales Leben“ massive Zweifel: „Im Bereich der Polizeiarbeit oder Strafverfolgung können die Folgen von algorithmischen Fehlern für die Betroffenen verheerend sein“. In der Wissenschaft werden Probleme bei dem Einsatz solcher Algorithmen vor allem im Datenschutz und die tiefe Involvierung privater Unternehmen bei der Entwicklung der entsprechenden Programme. Eine weitere Frage ist, inwieweit Algorithmen über Schicksale von Menschen entscheiden sollen. In den USA hängen mittlerweile die Schicksale vieler Gefängnisinsassen von Algorithmen ab, die aufgrund der gegebenen Daten über eine Rückfallgefahr und ähnliches entscheiden. Es scheint zweifelhaft, dass solch weitreichende Entscheidung in näherer Zukunft in Deutschland aus der menschlichen Hand gegeben werden dürfen. Es wird noch viel Arbeit brauchen, bevor die Verbrechensbekämpfung mit Hilfe von Algorithmen in Serie gehen kann.   Quellen: http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/vorhersage-software-einbruch-algorithmus-polizei-minority-report-personenbezogenen-daten/ http://www.taz.de/!5267713/ http://www.deutschlandfunk.de/algorithmen-im-us-justizsystem-schicksalsmaschinen.1247.de.html?dram%3Aarticle_id=385478...

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