Die Menschenrechtsorganisation HateAid hat nach eigenen Angaben unter dem 12.08.2026 Strafanzeige gegen Meta, die Brillenmarken Ray-Ban und Oakley sowie mehrere deutsche Optikhändler eingereicht. Anlass ist der Vertrieb der sogenannten Meta Smart Glasses, die nach Auffassung der Organisation gegen deutsches Datenschutzrecht verstoßen könnten.
HateAid argumentiert, dass die Brillenkameras unauffällig in ein gewöhnliches Brillendesign integriert seien und damit heimliche Foto- und Videoaufnahmen ermöglichten. Die Organisation beruft sich dabei auf das Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz (TDDDG), das Geräte verbietet, die als Alltagsgegenstände getarnt sind und zum unbemerkten Filmen oder Abhören dienen.
Die Strafanzeige richtet sich unter anderem gegen Meta Platforms Technologies Ireland, die Luxottica-Marken Ray-Ban und Oakley sowie die Handelsketten Fielmann, Apollo, Mister Spex und MediaMarkt. HateAid fordert ein Vertriebsverbot für die „Ray-Ban Meta Wayfarer“ in Deutschland sowie strengere Vorgaben nach dem Prinzip „Safety by Design“, damit Smart Glasses künftig klar als technische Aufzeichnungsgeräte erkennbar sind.
Nach Angaben von HateAid könnten Smart Glasses die Verbreitung digitaler Gewalt fördern, da Betroffene häufig nicht bemerken, wenn sie gefilmt werden. Mit der Anzeige will die Organisation nach eigenen Angaben eine Grundsatzentscheidung zum Einsatz und Vertrieb solcher Geräte in Deutschland erreichen. Dabei gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.
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