G7-Datenschutzbehörden fordern stärkeren Schutz von Kindern und Privatsphäre

Beim Treffen der Datenschutzbehörden der G7-Staaten am 25. und 26. Juni 2026 in Paris stand der Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum im Mittelpunkt. Die Behörden verständigten sich auf eine gemeinsame Erklärung zur datenschutzfreundlichen Altersverifizierung im Internet. In der Erklärung wird betont, dass Maßnahmen zur Alterskontrolle nur dort eingesetzt werden sollten, wo sie aufgrund von Risiken oder gesetzlichen Vorgaben erforderlich sind, und dass dabei die Grundrechte aller Nutzerinnen und Nutzer gewahrt bleiben müssen.

Zugleich verabschiedeten die G7-Datenschutzbehörden ein Papier zu vernetzten Geräten im Haushalt. Darin warnen sie vor den besonderen Datenschutzrisiken, die von Smart-TVs, Sprachassistenten oder vernetzten Spielzeugen ausgehen können. Hersteller werden aufgefordert, Datenschutz bereits bei der Entwicklung zu berücksichtigen (Privacy by Design, im europäischen Raum auch (zutreffender) als Data Protection by Design bezeichnet), Datensparsamkeit als Standard umzusetzen, transparente Informationen bereitzustellen und die Daten von Kindern besonders zu schützen.

Weiterhin befassten sie die G7-Datenschützer mit den datenschutzrechtlichen Herausforderungen von Smart Glasses. Wenngleich Chancen dieser Technologien in Bereichen wie Medizin, Bildung und Industrie erkannt werden können, bestehen jedoch zugleich erhebliche Risiken für die Privatsphäre. Insbesondere gilt dies für die Möglichkeiten einer unauffälligen Aufzeichnung von Bild- und Tondaten sowie eines gegebenenfalls kumulativen Einsatzes von Künstlicher Intelligenz.

Die Papiere sind im Volltext auf der Internetseite der französischen Datenschutzbehörde CNIL abrufbar.

Quellen: