Saarbrücker Informatiker entwickeln Werbeblocker für Android-Apps

Posted by on 28. November 2016 in Aktuell aus dem Saarland | Keine Kommentare

Wer im Internet surft und sich durch ständig aufblinkende Werbebanner belästigt fühlt, hat mittlerweile viele Möglichkeiten, diese am Laptop oder Smartphone auszublenden. Anders sieht es bei den Apps aus, die jeder Smartphone-Nutzer zu Dutzenden auf seinem Gerät installiert hat. Auch hier werden viele Angebote über Werbung finanziert, der Nutzer hat jedoch bisher kaum eine Chance, sich den störenden Einblendungen zu entziehen. Saarbrücker Informatiker haben daher jetzt eine Software entwickelt, mit der sich die Werbung von allen Apps für Android-Smartphones blocken lässt, ohne dass diese selbst angerührt werden. Den „SRT AdVersary“ kann jeder als Android-App gratis herunterladen. (www.backes-srt.com/de/solutions/srt-adblocker/) Quelle und weitere...

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NSA-Ausschuss: BGH-Entscheidung zu Snowden

Posted by on 28. November 2016 in Nachrichten der Woche | Keine Kommentare

Die Abgeordneten M.R. und Dr. K.N. haben als Minderheit von einem Viertel der Mitglieder des „NSA-Untersuchungsausschusses“ bei dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs gemäß § 17 Abs. 4 Parlamentarisches Untersuchungsausschussgesetz beantragt, den Untersuchungsausschuss zu verpflichten, ein Amtshilfeersuchen an die Bundesregierung zu beschließen. Mit dem von den Antragstellern begehrten Amtshilfeersuchen solle die Bundesregierung ersucht werden, die Voraussetzungen, für eine Vernehmung von Snowden als Zeugen in Deutschland zu schaffen und ihm einen wirksamen Auslieferungsschutz zuzusichern. Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs hat diesem Antrag mit Beschluss vom 11. November 2016 stattgegeben. Eine Aussage dahingehend, dass die Bundesregierung verpflichtet ist, dem durch den Untersuchungsausschuss zu beschließenden Ersuchen nachzukommen, ist mit diesem Beschluss nicht verbunden. Der Beschluss verpflichtet den Untersuchungsausschuss lediglich ein entsprechendes Ersuchen an die Bundesregierung zu stellen. Quelle: Pressemitteilung des BHG – http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=3&anz=499&pos=0&nr=76549&linked=pm&Blank=1 Beschluss im...

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Was das moderne Auto über seinen Fahrer weiß – und weitergibt

Posted by on 28. November 2016 in Nachrichten der Woche | Keine Kommentare

Dass moderne Pkw, welche mit allerlei technischen Hilfsmitteln und Sensoren ausgestattet sind, Daten sammeln und speichern, dürfte nur die wenigsten überraschen. Beunruhigen dürfte viele Fahrer aber, in welchem Umfang dies erfolgt und was mit den so gewonnenen Informationen letztlich geschieht. Wie der ADAC in einer erstmals in Deutschland durchgeführten Untersuchung festgestellt hat, übermitteln manche Pkw gar im Zwei-Minuten-Takt zahlreiche Informationen: Von der genauen Position des Navigationssystems über die Fahrstrecke, die Durchschnittsgeschwindigkeit und das Beschleunigungsverhalten bis hin zur Häufigkeit der Benutzung der elektronischen Fensterheber. Nach Ansicht des ADAC sei dies zwar nicht per se schlecht, viele Assistenzsysteme würden nur aufgrund der so erhobenen Daten funktionieren und damit die Verkehrssicherheit erhöhen. Fraglich bleibe aber, was letztendlich mit den Informationen geschehe und wer Zugriff darauf habe – schließlich ließen sich damit erschreckend genaue Bewegungsprofile erstellen. Die Beantwortung dieser Frage gestaltet sich dem ADAC zufolge derzeit schwierig, es gebe kaum Zugang für die Halter. Hersteller dürften zwar nur technische Daten ohne Zustimmung der Betroffenen erheben – es seien jedoch viele Szenarien denkbar, in welchen technische Daten zu persönlichen werden, etwa im Falle eines Unfalls, wenn technische Daten Rückschlüsse auf den Ablauf zulassen. Darüber hinaus hätten auch viele andere Konzerne ein Interesse an den so erhobenen Informationen: Mineralölkonzerne könnten beispielsweise daran interessiert sein, ein Muster der Tank- oder Ladevorgänge zu erstellen – und würden für die Informationen daher liebend gerne viel Geld zahlen. Ob und wenn ja in welchem Umfang dies erfolgt, lässt sich laut ADAC derzeit nicht feststellen: „Die Hersteller blocken hier“. Die Untersuchung wurde von Stefan Nürnberger (CISPA/DFKI) und Dieter Spaar durchgeführt. Quellen: https://www.welt.de/wirtschaft/article159657322/Wie-viel-Ihr-neues-Auto-ueber-Sie-weiss-und-weitergibt.html https://www.adac.de/infotestrat/adac-im-einsatz/motorwelt/datenkrake_auto.aspx...

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Mögliche Änderungen im Datenschutzrecht

Posted by on 28. November 2016 in Nachrichten der Woche | Keine Kommentare

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, plant Bundesinnenminister de Maizière mit einem neuen Gesetz die Kontrollrechte von Datenschutzbehörden und Bürgern einzuschränken. Der Gesetzentwurf schlägt vor, bei all jenen Berufsgruppen auf eine Prüfung zu verzichten, die Geheimnisse hüten – so beispielsweise Ärzte, Psychologen oder Rechtsanwälte. Datenschützer sollen dem Gesetzentwurf zur Folge nur noch beobachten, ob die technischen Voraussetzungen zum Schutz der Akten stimmen. Der Entwurf steht damit im krassen Gegensatz zur bisherigen Praxis, nach welcher gerade der Medizinbereich ein „Schwerpunkt von Datenschutzkontrollen“ gewesen sei, sagt der ehemalige Datenschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Thilo Weichert. Darüber hinaus sollen die Informationspflichten von Unternehmen und Behörden gegenüber den Bürgern selbst eingeschränkt werden. Unternehmen könnten die Herausgabe der erhobenen Daten und Informationen mit einem Verweis auf die „erhebliche Gefährdung der Geschäftszwecke des Unternehmens“ verweigern, Behörden mit der Begründung, dass „das Bekanntwerden der Daten die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährden oder sonst dem Wohle des Bundes oder des Landes Nachteile bereiten würde“. Hintergrund des Gesetzentwurfs ist die Umsetzung der europäischen Datenschutz-Grundverordnung, welche von Mai 2018 an gelten wird und als Errungenschaft gilt – den Staaten aber einigen Spielraum für Interpretationen lässt. Aus einem weiteren Artikel in der Süddeutschen Zeitung geht hervor, dass auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt ein Datengesetz, welches den Zugriff von Unternehmen auf Datensätze erleichtern soll plant. Dabei soll deutschen und europäischen Unternehmen der Zugang zum „neuen Öl der Wirtschaft“ gewährt werden. Geplant ist, die Daten anonymisiert und pseudonymisiert weiter verwertbar zu machen. Dazu soll der Grundsatz der Datensparsamkeit gekippt werden.  Ähnlich äußerte sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem IT-Gipfel in Saarbrücken, dass Datensparsamkeit nicht die Richtschnur für neue Produkte sein könne. Kritiker sehen in einem Datengesetz einen Rückschritt vom mühsam erfochtenen Datenschutz. Weiterhin soll auch das Wettbewerbsrecht dahingehen überarbeitet werden, dass keine rechtlichen Hürden bzgl. des Datenaustauschs zwischen Unternehmen bestehen.   Quellen: http://www.sueddeutsche.de/politik/datenschutz-kontrolle-unerwuenscht-1.3263115 & http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/digitale-infrastruktur-dobrindt-will-zugriff-auf-daten-erleichtern-1.3252303 Hintergrundinformationen und Referentenentwurf von De...

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