Regierungen und Strafverfolger wenden sich gegen die zum Mobilfunkstandart 5G gehörenden höheren Sicherheitsmaßnahmen. Insbesondere die vorgesehene Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wird von den Justizministern der Länder kritisiert. Hierdurch würden die „Anforderungen der Strafverfolgung nicht genügend berücksichtigt“. Die Justizminister fordern, dass die 5G-Provider Überwachungsdaten auch in Zukunft genauso umfangreich und in gleicher Qualität zur Verfügung stellen können, wie bisher. Auch der Anti-Terror-Koordinator der Europäischen Union hatte sich zuvor bereits in diese Richtung geäußert.
Dieses Verlangen wird insbesondere von Datenschützern kritisiert. „Entweder ist das Kommunikationsnetz leicht zu überwachen, oder es ist sicher und vertrauenswürdig“, erklärt etwa Jan-Peter Kleinhans von der Stiftung Neue Verantwortung. Beides zusammen stehe im Konflikt miteinander. So können alle IT-Lücken immer auch von böswilligen Akteuren ausgenutzt werden – auch solche, die wegen gesetzlicher Vorgaben eingebaut werden.

Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/5G-Justizminister-wollen-fuer-Ueberwachung-die-Sicherheit-schwaechen-4438538.html