Wikileaks ist eine Webseite, auf der Menschen anonym geheime Regierungs- oder Unternehmensinformationen veröffentlichen können, so in letzter Zeit beispielsweise auch  Dokumente, welche einen Beleg über Kaufverhandlungen zwischen dem bayrischen Justizministerium und dem Unternehmen Digitask über einen Trojaner zum Abhören von Internettelefonie mittels Skype geben.
Richter Jeffrey White am U.S. District Court for the Northern District of California hatte in einem Vorverfahren zwei Verfügungen gegen Wikileaks erlassen, nachdem auf Wikileaks Dokumente publiziert worden waren, welche beweisen, dass die Schweizer Bankengruppe Julius Baer Group, Geldwäsche für zahlreiche Kunden auf der ganzen Welt vollzogen hat. Die Bankengruppe erhob daraufhin Klage in den USA gegen Wikileaks, weil diese Dokumente  ihrer Meinung nach illegal beschafft wurden.
In einer ersten permanenten Verfügung entschied der Richter, dass der Domain-Anbieter Dynadot LLP die Domain wikileaks.org abschalten und sperren müsse, so dass auch eine Übertragung der Domain an einen anderen Domain-Registrar unmöglich wird. Dynadot LLP kam dieser Verfügung direkt nach. Da Wikileaks vielen Ländern dieser Welt, so unter anderem auch in Deutschland gespiegelt wird, war diese Maßnahme jedoch wenig effektiv.
Der Richter erließ daraufhin eine zweite, nun vorübergehende einstweilige Verfügung, welche besagt dass Wikileaks sofort sämtliche echte oder unechte Dokumente, die Julius Baer Group betreffend  vom Netz nehmen und das erneute Hochladen verhindern muss. Die Dokumente waren mittlerweile jedoch auf mehrere Server aufgespiegelt worden.
Nun ist die Seite wieder online und erhebt erneut Vorwürfe gegen die Schweizer Bank. US-Bezirksrichter Jeffrey White hob am 29.02.2008 die Anordnung auf, welche Wikileaks seines Domainnamens beraubt hatte. Mit der Seite sind nun auch wieder Tausende geheimer Dokumente über Firmen und Regierungen einzusehen.

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