Nach Berichten der The Sunday Times, die sich auf ein geleaktes Dokument des Rates der Eu beziehen, soll die in Großbritannien geplante großflächige Blockierung von Webseiten mit Themen zu Essstörungen, Alkohol, Suizid, Esoterik, Aufklärungsseiten, Pornographie und Zensurumgehungstoolspornographischem Inhalt in Gefahr sein. Das britische Parlament hatte geplant einen (technisch bereits umgesetzten) Jugendfilter für alle Nutzer, ohne deren vorherige Einwilligung, umzusetzen. Realisiert werden sollte dieser auf den Servern der Internetprovidern. Möchte man diesen Filter abschalten müsste man persönlich seinen Provider kontaktieren und um Abschaltung bitten. Das nun geleakte Policy-Dokument besagt jedoch, dass der Endnutzer die volle Kontrolle über seinen Internettraffic haben soll und so auch Jugendfiltern explizit zustimmen müsste, wenn er diese nutzen will. Das Dokument stamme vom 17. Mai 2015. Die Debatte erinnert an die Diskussionen rund um das Zugangserschwerungungsgesetz, die in einer Masterarbeit von Andre Meister zusammenfassend dargestellt wird.