Nachdem zuvor bereits der Hamburger Datenschutzbeauftragte Caspar und der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die neuen AGB von Whatsapp vorgegangen sind, deutet sich nun, wie golem.de berichtet, auch Widerstand von Seiten der Europäischen Union an: Um den mit den AGB eingeführten Datenaustausch der Whatsapp-Dienste mit Facebook zu prüfen, fordern EU-Datenschützer Facebook auf, den Datenaustausch bis zum Ende der Untersuchungen einzustellen.

Hintergrund des Streits ist der in den Whatsapp-AGB angekündigte Austausch der Nutzerdaten und insbesondere der Telefonnummern der Nutzer mit dem Mutterkonzern Facebook. Zu diesem Zweck soll in regelmäßigen Abständen das gesamte Adressbuch des Nutzers auf die Server des Unternehmens übertragen werden – ganz gleich ob die darin enthaltenen Kontakte den Whatsapp-Dienst selbst nutzen oder nicht. Datenschützer kritisieren hierbei unter anderem, dass die Nutzer der Übermittlung der Nummern nicht widersprechen können.

Neben Whatsapp und Facebook haben die EU-Datenschützer auch den Internetkonzern Yahoo im Visier und fordern diesen auf, alle Kunden umfassend über den im September 2016 bekannt gewordenen Hackerangriff aus dem Jahr 2014 aufzuklären. Im Zuge dieses Angriffs wurden nach Angaben von Yahoo insgesamt 500 Millionen Nutzerdaten gestohlen.

Quelle: http://www.golem.de/news/datenschutz-eu-fordert-stopp-des-whatsapp-datenaustauschs-1610-124138.html