Zwei neue Untersuchungen wegen Missbrauchs der marktbeherrschenden Stellung hat die EU-Kommission gegen Microsoft eingeleitet. Erst im September 2007 hatte der EuGH ein Urteil des europäischen Gerichtes in erster Instanz und eine Geldbuße gegen Microsoft in Höhe von knapp 500 Millionen Euro wegen Missbrauch seiner monopolistischen Stellung bestätigte.
Eine der formalen Untersuchungen wurde durch den Browserhersteller Opera initiiert. Dieser sieht durch die Bündelung des Windows-Betriebssystems aus dem Hause Microsoft mit dem ebenfalls von Microsoft hergestellten InternetExplorer eine unlautere Ausnutzung durch Microsofts monopolähnliche Stellung auf dem Desktop-Betriebssystemmarkt, um alternative Browserprodukte zu verdrängen. Die zweite Untersuchung bezieht sich auf die Kompatibilität einiger Microsoft-Produkte wie Office, .NET sowie einiger Serverprodukte und deren Formaten zu offenen Alternativen. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem das OOXML-Format sowie der Offenlegung dessen Spezifikationen und inwiefern freie Produkte bereits dieses nicht-öffentlich entwickelte Format unterstützen.

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