EPIC und weitere fünf Verbraucherschutzgruppen, die sich um Datenschutz und Privatsphäre kümmern, haben wegen Ask.coms neuen Dienstes AskEraser eine Beschwerde vor der Federal Trade Comission eingelegt. Ask.com preist diesen Dienst als eine Erhöhung der Sicherheit und Privatsphäre seiner Nutzer an. Dabei vergibt AskEraser ein spezielles Cookie. Besitzt jemand dieses Cookie, speichert Ask.com die Suchanfragen dieser Person nicht mehr. Jedoch will Ask.com die Suchanfragen aller anderen Surfer, die dieses Cookie nicht haben nun zeitlich unbegrenzt speichern. Dieses Cookie ermöglicht jedoch sowohl Ask.com wie auch dessen Geschäftskunden, das Surfverhalten anhand dieser Cookies zu überwachen.
Anstelle eines Zugewinns an Privatsphäre, dürfte dies eher dem Sammeleifer von Ask.com dienen. Denn einerseits können die Suchanfragen von Nicht-Cookiebesitzer nun ohne zeitliche Begrenzung gespeichert werden und andererseits sind die anderen User, welche ihre Suchanfragen nicht speichert lassen wollen, dazu angehalten, in Cookie zu akzeptieren und somit überwachbar zu werden.

Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang ebenfalls, dass Google neues datenschutzrechtliches Unheil droht. In der Anhörung zu „Datenschutz im Internet“ des Innenausschusses im Europa-Parlament musste Google einige Praktiken preisgeben. Die EU-Kommission könnten bei ihrer Prüfung des geplanten Zusammenschlusses von Google und DoubleClick weiter gehen als die Federal Trade Commission. So kam beispielsweise heraus, dass Mails aus Sicherheitsgründen geprüft werden, um Spam und Viren abzuwehren, wobei jedoch gleichzeitig auch Schlüsselworte für die Werbung herausgefiltert werden.

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