„Die Kommunikations- und Informationsfreiheit steht in vielen Ländern der Welt unter Druck.“ So drückt es Wolfgang Schulz, Vorstandsmitglied der Deutschen UNESCO-Kommission und Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls für Kommunikations- und Informationsfreiheit in Hamburg aus.
In die gleiche Richtung geht ein neuer Bericht der UNESCO der entsprechende Statistiken über die Entwicklung der letzten Jahre zum Thema Meinungsfreiheit und Medienentwicklung zeigt.
Dabei kritisiert die Organisation vor allem Regierungen, die Netzsperren verhängen, womit sie die freie Meinung und den Zugang zu Informationen zensieren. So hat sich, laut Bericht, die Zahl der dokumentierten Fälle, in denen der Zugang zu einzelnen Webdiensten oder gar zum gesamten Internet blockiert worden sei, von 18 im Jahre 2015 auf bisher 56 in 2017, mehr als verdreifacht.
Weitere, durch die Investigation hervorgehobene, Problempunkte sind die Plattformbetreiber – die sogenannten “Gatekeeper”- , die durch ihre Algorithmen zunehmend gefährlichen, unberechenbaren Einfluss auf den ein- und ausgehenden Informationsfluss haben und die die Netzneutralität verletzenden Zero-Rating-Angebote.
Letztlich haben sich alle UNESCO-Staaten auf das Konzept der „Internet Universalität“ geeinigt. Jenes würde damit eine Netzneutralität für alle Mitgliedsstaaten voraussetzen.

Kurzfassung des Berichts:
http://www.unesco.de/fileadmin/medien/Dokumente/Kommunikation/EN_WTR_2017_Executive_Summary_web.pdf

Quelle:

http://www.unesco.de/en/kommunikation/2017/unesco-weltbericht-anstieg-von-internetsperren-durch-regierungen-weltweit.html