Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt zurzeit in dem vermutlich größten Verfahren seiner Art – gemeinsam mit der Zentralen Wirtschaftsanwaltschaft Österreich – gegen eine Gruppe von Personen, die im Internet mehrere betrügerische Geldanlage-Plattformen betrieben haben sollen.

Auf diesen Seiten konnten Nutzer Aktien und andere Geldanlagen, so beispielsweise Kryptowährungen, erwerben und handeln. Immer wenn ein Nutzer eine Auszahlung angefordert hatte, wurde diese jedoch aufgrund eines vermeintlichen Softwarefehlers oder eines verreisten Beraters nicht ausgezahlt.

Die Ermittler gehen davon aus, dass auf den Plattformen nie wirklich gehandelt wurde, sondern diese lediglich mit dem Zweck betrieben wurden, die Einzahlungen der Nutzer zu kassieren.

Deutschlandweit sind mehr als 200.000 Menschen Opfer einer dieser Seiten geworden. Allein in Saarbrücken werden derzeit 233 Strafanzeigen im Zusammenhang mit den Trading-Plattformen bearbeitet.

Im Durchschnitt hat jeder Geschädigte ca. 40.000 € verloren, sodass die Ermittler es für möglich halten, dass die Bande mit dem Betrug mehrere Hundert Millionen Euro erbeutet hat.

Quelle: https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/trading-portale-101.html