KI als Präventions- und Reaktionsinstrument in der IT-Sicherheit

I.          I. Stärkung der Cybersicherheit durch KI Viele deutsche Unternehmen unterliegen der Schwierigkeit, mit KI-gestützten Angriffen Schritt zu halten. Laut BSI wird es entscheidend sein, die Geschwindigkeit und den Umfang der Abwehrmaßnahmen zu erhöhen. Dazu gehören der Aufbau einer resilienten IT-Infrastruktur, die Verbesserung der Angriffserkennung, die Stärkung der Prävention von Social Engineering (z.B. Awareness-Schulungen, Multi-Faktor-Authentifizierung, Zero-Trust-Architektur) sowie die

Rechtliche Regularien für KI – Rechtsvergleichender Ausblick China

China verfügt bereits seit 2023 über einen verbindlichen unddetaillierten Rechtsrahmen zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz,insbesondere im Hinblick auf Transparenz- und Kennzeichnungspflichtenfür KI-generierte Inhalte. Dieser Rahmen beruht maßgeblich auf den DeepSynthesis Provisions, den Interim Measures for Generative AI sowie denAI-Labeling Measures und verfolgt einen stark zentralisierten, staatlichgesteuerten Ansatz. Anbieter von KI-Systemen, die Texte, Bilder, Audio- oder Videoinhalteerzeugen oder manipulieren, sind verpflichtet,

Künstliche Intelligenz und Urheberrecht – Extracting Books from Production Language Models

Ausgangspunkt war die Stanford-Studie „Extracting Books from Production Language Models“, die empirisch untersucht, ob große Sprachmodelle trotz implementierter Schutzmechanismen in der Lage sind, urheberrechtlich geschützte Werke in langen, nahezu wortgleichen Textpassagen wiederzugeben. Im Zentrum stand dabei die Frage, ob sich aus produktiv eingesetzten Modellen tatsächlich reproduzierbare Outputs erzeugen lassen, die inhaltlich mit geschützten Werken übereinstimmen. Untersucht wurden die Modelle Claude

Haftung beim Einsatz von KI-Systemen in der Medizin

In der Medizin werden zunehmend KI-basierte Systeme eingesetzt, besonders im Bereich der Diagnostik, etwa bei der Auswertung von Bildern, die mittels Röntgen-, CRT oder MRT-Geräten gewonnen wurden. Bei der Therapie unterstützt KI den Arzt beispielsweise bei der Gabe von Medikamenten durch Dosierungsempfehlungen (z. B. bei Insulin), Interaktionsprüfung bei Polymedikation, personalisierte Therapie (Alter, Genetik, Nierenfunktion) oder Nebenwirkungs- und Adhärenzprognosen oder in

Rechtliche Regularien für KI – Regulierung von KI-Modellen mit allgemeinem Verwendungszweck (Art. 53 KI-VO)

Die Regulierung gemäß Art. 53 KI-VO betrifft KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck (GPAI). Sie etabliert einen horizontalen Mindeststandard zwecks Erreichung von Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Risikokontrolle und Ermöglichung  einer verantwortungsvolle Integration für die nachgelagerten Entwickler. Absatz 1 sieht folgende Pflichten vor: lit.a ) – Interne Dokumentation  Anbieter sind verpflichtet, eine umfassende technische Dokumentation zu erstellen und aktuell zu halten. Diese muss Behörden auf Anfrage

Künstliche Intelligenz in der Präimplantationsdiagnostik

Der Einsatz künstlicher Intelligenz im medizinischen Bereich hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Insbesondere datengetriebene Verfahren zur Analyse großer medizinischer Datensätze gelten als vielversprechend, um Diagnosen zu präzisieren, Risiken besser einzuschätzen und Behandlungsentscheidungen zu unterstützen. Neben klassischen Anwendungsfeldern wie Radiologie oder personalisierter Medizin gewinnt auch der Bereich der Reproduktionsmedizin zunehmend an Bedeutung. Dort kommen KI-gestützte Verfahren nicht nur zur

Künstliche Intelligenz in der Präimplantationsdiagnostik

Der Einsatz künstlicher Intelligenz im medizinischen Bereich hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Insbesondere datengetriebene Verfahren zur Analyse großer medizinischer Datensätze gelten als vielversprechend, um Diagnosen zu präzisieren, Risiken besser einzuschätzen und Behandlungsentscheidungen zu unterstützen. Neben klassischen Anwendungsfeldern wie Radiologie oder personalisierter Medizin gewinnt auch der Bereich der Reproduktionsmedizin zunehmend an Bedeutung. Dort kommen KI-gestützte Verfahren nicht nur zur

Die Krise der „Billable Hour“ – KI-Einsatz und anwaltliche Vergütung

Der Einsatz von KI in der Anwaltschaft stellt das geltende Gebührenrechtvor strukturelle Herausforderungen. Im Rahmen des gesetzlichenVergütungssystems nach dem RVG erweisen sich gerichtliche Festgebührenzwar als weitgehend technologieneutral und robust, da sie pauschal denTätigkeitsabschnitt und nicht den zeitlichen Aufwand honorieren. Diedurch den KI-Einsatz erzielte „Effizienzrendite“ verbleibt also alsGewinnmarge beim Rechtsanwalt. Problematischer gestaltet sich jedoch dieSituation bei außergerichtlichen Gebühren gemäß § 14

KI in der juristischen Praxis – BEAMON AI (Bryter)

BRYTER ist ein deutsches Legal-Tech-Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main und entwickelt mit BEAMON AI eine modulare „All-in-One-Legal-AI-Produktivitätsplattform“. Anders als generische Chatbots ist die KI nicht als isoliertes Textgenerierungstool konzipiert, sondern gezielt in konkrete juristische Arbeitsabläufe eingebunden. Der Einsatz erfolgt unterstützend, etwa bei juristischer Recherche, Entwurfstätigkeiten oder der ersten inhaltlichen Durchsichtvon Dokumenten. Kernfunktional ist insbesondere die strukturierte Dokumentenanalyse: Verträge

Rechtliche Regularien für KI

Die Pflichten aus Art. 50 der KI-Verordnung (KI-VO) gelten primär für Systeme außerhalb des Hochrisiko-Bereichs und greifen unabhängig vom jeweiligen Risikoniveau. Übergeordnetes Ziel der Regelung ist der Schutz der autonomen Entscheidungsfähigkeit natürlicher Personen, insbesondere in Situationen, in denen der Einsatz von KI nicht unmittelbar erkennbar ist. Art. 50 wirkt dabei ergänzend zu anderen rechtlichen Regimen. Die Norm unterteilt sich in verschiedene Offenlegungstatbestände (Fallgruppen):