Nachdem Google eingestanden hat, dass bei den Fahrten der Google Street View- Fahrzeuge „aus Versehen“ WLAN-Daten mitgeschnitten wurden (wir berichteten), stellt sich nun die Frage, was mit diesen Daten geschehen soll. Der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Dr. Johannes Caspar hat die Herausgabe der Daten gefordert und teilte in einer Pressemitteilung mit, dass eine sofortige Löschung „die nachträgliche Aufklärung, was auf den Festplatten tatsächlich gespeichert worden ist, unmöglich machen und damit die notwendige rechtliche Beurteilung verhindern“ würde. Dennoch seien die Daten „unverzüglich aus dem operativen Geschäft zu nehmen und dürfen nur noch zu Zwecken der Aufklärung verwendet werden.“ Die Datenschutzbehörden aus Belgien, Frankreich, Italien, der Schweiz, Spanien und Tschechien haben sich der Forderung, Google solle die versehentlich erhobenen WLAN-Inhaltsdaten herausgeben, mittlerweile auch angeschlossen.

Einen anderen Weg wählte die Irish Data Protection Authority. Sie forderte Google bereits am 14. Mai 2010 zur unverzüglichen Löschung der gespeicherten Daten auf. Diesem Begehren kam Google im Beisein eines unabhängigen Dritten bis zum 17. Mai 2010 nach.

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