Die pretrial discovery ist ein besonderes Institut des US-amerikanischen Prozessrechts, nach dem die potentiellen Parteien eines Zivilprozesses unabhängig von der Beweislastverteilung verpflichtet sind, eventuell entscheidungserhebliches Tatsachenmaterial zu offenbaren und dem Gegner zugänglich zu machen. Sie wurde und wird namentlich von europäischen Unternehmen, die in den USA tätig sind, gefürchtet. Sie betraf in früheren Zeiten hauptsächlich Dokumente in Schriftform. Mit der Umstellung der Papierdokumentation auf elektronische Dokumentationen rücken die elektronisch vorgehaltenen Daten in den Mittelpunkt des Interesses. Den damit verbundenen Rechtsfragen und gerichtlichen Entscheidungen widmet sich „Electronic Discovery Law“.

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