Im letzten Jahr haben deutsche Behörden fast 14 Millionen mal gefragt, wem eine Telefonnummer gehört, wie aus Zahlen der Bundesnetzagentur zur Bestandsdatenauskunft hervorgeht. Demnach ist die Nummernabfrage innerhalb von zwei Jahren um 60 Prozent gestiegen. Etwa alle zwei Sekunden wurde damit das von der Bundesnetzagentur betriebene automatisierte Auskunftsverfahren genutzt. Durch dieses auch als „Behördentelefonbuch“ oder Bestandsdatenauskunft bekannte Verfahren, können über 100 staatliche Stellen von 117 Telekommunikations-Anbietern erfahren, wem eine Telefonnummer gehört, ohne dass die Unternehmen dies mitbekommen.
Seit 2013 werden von der Bestandsdatenauskunft neben Telefonnummern auch Internetdaten wie IP-Adressen und E-Mail-Postfächer erfasst. Damit erfahren Behörden, wem eine IP-Adresse zugewiesen ist oder welche IP-Adressen eine Zielperson nutzt.
Die Opposition im Bundestag kritisiert den Anstieg der Abfragen und fordert gerade in Bezug auf die Auskünfte von IP-Adressen mehr Transparenz.

Quelle: https://netzpolitik.org/2019/bestandsdatenauskunft-2018-behoerden-haben-alle-zwei-sekunden-abgefragt-wem-eine-telefonnummer-gehoert/