Mitmach-Ausstellung „MS Wissenschaft“ zurzeit in Saarbrücken

Posted by on 31. Juli 2019 in Aktuell aus dem Saarland | Keine Kommentare

In der Nähe der Congresshalle in Saarbrücken findet vom 31. Juli bis 4. August die Mitmach-Ausstellung „MS Wissenschaft“ statt. Die Ausstellung befasst sich mit dem Thema Künstliche Intelligenz. Sie zeigt Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz und wo diese bereits aktuell in unserem Alltag eingesetzt wird. Am Auftaktabend zeigt das „Kino im Filmhaus“ um 18:30 Uhr den 90-minütigen Dokumentarfilm „Pre-Crime“ mit anschließender wissenschaftlicher Expertise von Andreas Sesing vom Institut für Rechtsinformatik an der Universität des Saarlandes. Während der gesamten Dauer der Ausstellung wird ein Exponat des Saarland Informatics Campus der Universität des Saarlandes ausgestellt. Es zeigt aktuelle Massenangriffe in Echtzeit auf einer Weltkarte. Damit sollen Antworten auf Fragen visualisiert werden, wie: „Woher und von wem stammen diese Angriffe? Wie kann man verfügbare Informationen verwenden, um diese abzuwehren oder ihre Schlagkraft zu minimieren?“, um Künstliche Intelligenz gegen solche Angriffe zum Einsatz bringen zu können. Informationen zur Filmvorstellung „Pre-Crime“: https://www.filmhaus-sb.de/event/77877 Quelle:...

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Kamera-Autos von Apple im Saarland unterwegs

Posted by on 31. Juli 2019 in Aktuell aus dem Saarland | Keine Kommentare

Nach dem Vorbild von Google Street View hat Apple am 29. Juli seine Fahrten mit Kamera-Autos durch Deutschland gestartet. Das Saarland soll zwischen dem 29. Juli und 16. August abgefahren werden, wie aus einer Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht. In erster Linie sollen die Fahrten dazu dienen, Apple-Kartendienste zu verbessern. Zudem sollen die Fotos sowie gleichzeitig erfasste Lidar-Daten zukünftig auch im Dienst „Look Around“ (ähnlich wie Google Street View) abrufbar sein, eine 360-Grad-Funktion ist aber wohl erst im Herbst 2019 verfügbar, zunächst auch nur für die Umgebung von San Francisco. Die Daten der Kamera-Autos werden dort verschlüsselt gespeichert, auf Apple-Server in den USA geladen und dort weiterverarbeitet. Der bayerische Landesdatenschutzbeauftragte fordert, dass es wie bei Google Street View eine „leicht zugängliche Widerspruchsmöglichkeit“ geben müsse, um beispielsweise die Verpixelung des eigenen Hauses vornehmen zu können. Quellen: https://maps.apple.com/imagecollection/detailed-driving-data/de/de/detailed-driving-data.pdf...

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EuGH zu Sampling

Posted by on 31. Juli 2019 in Nachrichten der Woche | Keine Kommentare

Der EuGH hat am 29.07.2019 in der Sache Pelham und Hass gegen Hütter und Schneider-Esleben (Az.: C-476/17) ein Urteil gefällt. Es handelte sich bei der Sache um eine Vorlagefrage des BGH zu der Möglichkeit des „Sampling“. Beim Sampling werden kurze Musikausschnitte (ca. 2 Sekunden) in einem neuen Stück genutzt. Im vorliegenden Fall ging es um ein Stück der Gruppe Kraftwerk aus dem ein Ausschnitt entnommen worden sei und in dem Titel „Nur mir“ der Beklagten eingesetzt wurde. Grundsätzlich sei auch die Entnahme eines kurzen Ausschnittes eines Musikstückes eine teilweise Vervielfältigung eines Tonträgers. Wenn diese Entnahme allerdings in Ausübung der Kunstfreiheit geschieht und nur in geänderter und nicht beim Hören wiedererkennbarer Form in dem neuen Werk eingefügt wurde, ist die Tätigkeit nicht als Vervielfältigung zu werten. Wenn also ein neues und unabhängiges Werk geschaffen wird, liegt keine Kopie vor. Die deutschen Rechtsvorschriften die eine Ausnahme außerhalb des Unionsrechtes enthalten, sind wegen der abschließenden Regelung der vorhandenen Ausnahmen nicht mit dem Unionsrecht vereinbar. Ein Zitat eines Musikstückes ist möglich. Insbesondere wenn ein Audiofragment genutzt wird um mit dem ursprünglichen Werk zu interagieren. Wenn aber das Ursprungswerk nicht erkennbar ist, liegt kein Zitat vor. Nationale Standards der Mitgliedsstaaten dürfen nur dann verwendet werden, wenn dadurch das Schutzniveau der EU-Grundrechtscharta nicht beeinträchtigt wird. In einem Fall wie diesem gibt es allerdings eine Maßnahme zur vollständigen Harmonisierung, sodass kein Rückgriff auf nationale Schutzstandards möglich und nötig ist. Quellen: https://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2019-07/cp190098de.pdf...

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EuGH urteilt im Fall FashionID

Posted by on 31. Juli 2019 in Nachrichten der Woche | Keine Kommentare

Am 29.07.2019 wurde das Urteil des EuGH im Fall FashionID gegen die Verbraucherzentrale NRW (Az.: C-40/17) verkündet. FashionID, ein Online-Händler für Mode, hatte dabei in seine Webseite „Gefällt mir“-Buttons von Facebook eingebunden. Dadurch wurde bei jedem Laden der Webseite mit dem implementierten Button nicht nur von FashionID Daten erhoben, sondern gleichzeitig auch zu Facebook weitergeleitet. Der Vorwurf lautete auf Erhebung von personenbezogenen Daten ohne Einwilligung und ohne Erfüllung der Informationspflichten. Das berufene Oberlandesgericht Düsseldorf legte den Fall noch 2017 dem EuGH vor im Hinblick auf die Datenschutzgrundverordnung, die 2018 volle Wirkung entfaltete. Einerseits wird festgestellt, dass sowohl nach der alten, als auch der neuen Datenschutzregelung die Verbandsklage möglich ist, wobei die DSGVO diese Möglichkeit ausdrücklich vorsieht. Darüber hinaus kann FashionID nicht verantwortlich dafür sein, was mit den Daten nach der Übermittlung zu Facebook geschieht, wohl aber was mit den Daten bei der Erhebung geschieht und der Tatsache, dass diese überhaupt erhoben werden. Gerade weil sie auch einen Vorteil durch die bessere Platzierung bei Facebook und die stärkere Publikumswirkung erhalten. Als Mitverantwortlicher bei Erhebung der Daten muss FashionID demnach auch die Informationspflichten gegenüber dem Nutzer erfüllen. Eine Einwilligung gegenüber dem Nutzer ist aber nur für die Tätigkeiten notwenidig, für die FashionID auch mitverantwortlich ist, also das Erheben und die Übermittlung der Daten. Bezüglich des Vorbringens eines berechtigten Interesses muss für jeden Verarbeitungsschritt ein eigenes berechtigtes Interesse des (Mit-)Verantwortlichen vorliegen. Der EuGH gibt damit weiteren Einblick in die Anwendung zweier Möglichkeiten der rechtmäßigen Datenverarbeitung. Quellen: https://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2019-07/cp190099de.pdf...

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Auflagen gegen Facebook

Posted by on 30. Juli 2019 in Nachrichten der Woche | Keine Kommentare

Am 24.07.2019 hat die FTC eine Einigung mit Facebook erzielt. Wie bereits am 21.07. berichtet muss Facebook eine Rekordsumme in Höhe von 5 Milliarden US-Dollar an Strafzahlung leisten. Zusätzlich wurden jedoch auch weitere Auflagen gegen Facebook verhängt. Facebook muss nicht nur neue Überwachungswerkzeuge der FTC dulden, zusätzlich soll eine neue „Privacy Structure“ implementiert werden. Diese beinhaltet unter anderen, dass Facebook keine Telefonnummern zur 2-Faktor-Authentifizierung für andere Zwecke nutzen darf. Bisher wurden auch die lediglich zur Sicherheit hinterlegten Telefonnummern an Werbepartner weitergegeben. Außerdem muss Facebook klarstellen, wann ihre Gesichtserkennungssoftware eingesetzt wird und die Nutzer vor deren Einsatz nach einer Einwilligung fragen. Facebook muss ein neues Datenschutzprogramm einführen und nutzen, darf keine Passwörter in Klartext speichern und nicht nach Passwörtern für Email-Accounts der Kunden fragen. Durch die ebenfalls eingesetzte Auflage der Überwachungswerkzeuge will die FTC Facebook auch regelmäßig auf Einhaltung der Auflagen kontrollieren, sodass sichergestellt ist, dass die Sicherheit der Nutzer besser geschützt wird als bisher. Quelle:...

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