EU will Software zur Erkennung von Lügen in Gesichtern von Einreisenden verwenden

Posted by on 13. November 2018 in Nachrichten der Woche | Keine Kommentare

In einer Bekanntmachung vom 24. Oktober 2018 hat die EU ein neues Projekt angekündigt. Demnach soll zukünftig eine Software mit dem Namen „IBORDERCTRL“ eingesetzt werden, um per Gesichtserkennung bereits vor der Einreise in ein europäisches Land Personen mit unlauteren Absichten erkennen zu können. Die Kontrolle soll in zwei Etappen ablaufen: Zunächst müssen alle Reisenden vor Reiseantritt ein Onlineverfahren durchlaufen; Hier werden zunächst Einreisedokumente wie der Reisepass eingescannt und hochgeladen. Anschließend müssen die Antragsteller mit Hilfe einer Webcam eine Art Interview mit einem computeranimierten Grenzbeamten führen; hierbei müssen sie verschiedene Fragen beantworten. Dabei sollen die Reaktionen der Reisenden, also ihre Mimik, aufgezeichnet und ausgewertet werden. So soll das Programm erkennen können, wann eine Person lügt oder falsche Angaben macht. Aufgrund dieser Daten werden dann alle Nutzer des Verfahrens in Risikogruppen eingeteilt. In einem zweiten Schritt schließlich, der bei der Einreise selbst stattfinden soll, werden die vorab eingegeben Daten nochmals abgeglichen. Dabei müssen die Personen, die einer niedrigeren Risikogruppe zugeteilt wurden, nur einen verkürzten Prozess durchlaufen, während die Personen, die in eine höheren Risikogruppe eingeteilt wurden, eine genauere Untersuchung über sich ergehen lassen müssen.Dabei werden zunächst Fingerabdrücke genommen, die Handvene gescannt und ein Gesichtsabgleich durchgeführt. Aufgrund dieser Daten wird dann die Risikogruppe der jeweiligen Person nochmals neu berechnet. Danach soll schließlich ein menschlicher Grenzbeamter die restliche Überprüfung übernehmen. Man verspricht sich von diesem neuen Verfahren die Verbesserung sowohl der Effektivität wie auch der Genauigkeit von Grenzkontrollen: So sollen einerseits Sicherheitsstandards für die Einreise in die EU verbessert werden, andererseits aber auch die Arbeit der Grenzbeamten beschleunigt und so optimiert werden.     Quellen: http://ec.europa.eu/research/infocentre/article_en.cfm?artid=49726...

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Abmahnungen bei Verstößen gegen die DSGVO

Posted by on 13. November 2018 in Nachrichten der Woche | Keine Kommentare

Das Landgericht Bochum hat mit Urteil I-12 O 85/18 vom 7. August 2018 einen Verstoß gegen die Informationspflichten nach Art. 13 DSGVO als nicht abmahnfähig angesehen und argumentiert, dass Artikel 77 bis 84 DSGVO Ansprüche von Mitbewerbern ausschließen und diesbezüglich abschließend seien. Das LG Bochum vertritt damit eine gegenteilige Meinung zum Landgericht Würzburg, welches im Urteil 11 O 1741/18 UWG vom 13. September 2018 feststellte, dass Verstöße gegen die DSGVO gleichzeitig Verstöße gegen „Marktverhaltensregeln im Sinne des § 3a UWG darstellen“ und daher wettbewerbsrechtlich abmahnfähig seien.   Urteil LG Bochum: http://www.justiz.nrw.de/nrwe/lgs/bochum/lg_bochum/j2018/I_12_O_85_18_Teil_Versaeumnis_und_Schlussurteil_20180807.html Urteil LG Würzburg: http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS-B-2018-N-22735?hl=true     Kommentar: Prof. Dr. Köhler (ZD 2018, 337): https://beck-online.beck.de/Dokument?vpath=bibdata%2Fzeits%2Fzd%2F2018%2Fcont%2Fzd.2018.337.1.htm&anchor=Y-300-Z-ZD-B-2018-S-337 Dieser vertritt ebenfalls die Ansicht, dass die §§ 77 ff. DSGVO abschließend...

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Versteigerung eines mittles KI hergestellten Portraits

Posted by on 6. November 2018 in Nachrichten der Woche | Keine Kommentare

Das KI-Portrait mit dem Titel „Portrait of Edmond de Belamy“wurde bei einer Versteigerung des Auktionshauses Christie`s am 25. Oktober 2018 in New York telefonisch durch einen anonymen Bieter für 432.500 US-Dollar erworben. Das KI-Bild ist von drei französischen Studenten manifestiert worden, die unter dem Pseudonym „Obvious“ veröffentlichen. Das Trio druckte das Bild, signierte es mit einem Ausschnitt des Algorithmus Codes, mit dessen Hilfe es geschaffen wurde und präsentierte es in einem vergoldeten Holzrahmen. Das Bild ist eins von insgesamt 11 Bildern, die von dem Pariser Künstlerkollektiv „Obvious“ durch den von ihnen programmierten Algorithmus geschaffen wurde. Das Trio „Obvious“ verwendete für die Erstellung des KI-Portraits den Maschinen-Lernalgoritmus GAN (Generative Adversarial Network), der von Ian Goodfellow entwickelt wurde, sowie einen Open Source Code von Robbi Barrat. Der GAN Lernalgorithmus wurde auf einer Datenbasis von 15.000 Portraits aus dem 14. bis 20. Jahrhundert trainiert.  ...

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BSI und Saarland vertiefen Zusammenarbeit

Posted by on 6. November 2018 in Aktuell aus dem Saarland | Keine Kommentare

In einer Absichtserklärung haben das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Saarland eine vertiefende Kooperation bei Fragen der Cyber-Sicherheit vereinbart. Als oberste Bundesbehörde ist das BSI für den Bund und deren Einrichtungen zuständig, will aber als kompetente nationale Cyber-Sicherheitsbehörde im Rahmen von § 3 BSI-Gesetz eine enge und intensive Zusammenarbeit bei der Informationssicherheit mit den Ländern ermöglichen. Damit baut das BSI die kooperativen Tätigkeiten mit den Ländern weiter aus und gestaltet aktiv die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern. Quelle:...

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Experten erwarten Rechtssicherheit zur DSGVO erst in 3 bis 5 Jahren

Posted by on 6. November 2018 in Nachrichten der Woche | Keine Kommentare

Nach einer Umfrage des Verbandes Bitkom hat die deutsche Wirtschaft erhebliche Schwierigkeiten mit der Umsetzung der DSGVO. Nach der Umfrage hat erst rund ein Viertel (24 Prozent) der Unternehmen die DSGVO vollständig umgesetzt. Auf die Frage, welches die größte Herausforderung bei der Umsetzung der DSGVO sei, antworteten 65 Prozent der befragten Unternehmen „Rechtsunsicherheit“. 78 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, sie hätten durch die DSGVO mehr Aufwand im laufenden Betrieb. 96 Prozent der Unternehmen gaben an, die DSGVO solle nachgebessert bzw. vereinfacht werden. Eine wirkliche Rechtssicherheit betreffend der DSGVO wird demnach erst in einigen Jahren zu erwarten sein....

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