Am 5. August wurden in Düsseldorf die Ergebnisse eines gemeinsamen Forschungsprojektes von nordrhein-westfälischem Justizministerium, der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) und Microsoft vorgestellt.
Die auf künstlicher Intelligenz basierende Software soll in Bezug auf Kinderpornografie strafrechtlich relevantes Bildmaterial aus beschlagnahmtem Beweismaterial aussieben und kann sowohl Gesichter von Tätern und Opfern erkennen als auch bekannte von unbekannten Personen unterscheiden. Die Auswertung erfolgt durch Algorithmen in einer Cloud, sodass die Ermittler statt des gesamten Beweismaterials nur noch die Vorauswahl sichten müssen.
Der Landesinnenminister Reul erklärte, dass sich wegen Personalmangels von 1.900 anhängigen Verfahren wegen Verdachts auf Kindesmissbrauch oder Kinderpornografie in Nordrhein-Westfalen lediglich 12 Prozent in der Auswertungsphase befinden würden und mehr als 550 Durchsuchungsbeschlüsse auf ihre Vollstreckung warteten.
Auch die Universität des Saarlandes war an der Konferenz beteiligt, durch die Professoren Brodowski und Sorge.

Quellen:
https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/nrw-kuenstliche-intelligenz-soll-kinderpornografie-schneller-erkennen-a-1280480.html
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Kuenstliche-Intelligenz-soll-in-NRW-Kinderpornografie-enttarnen-4488299.html